Die Alhambra von Granada für Kinder

Geschrieben von María José Osorio - Kategorie: General

Die Alhambra – eine spannende Zeitreise

Vielleicht hast du schon einmal Bilder von der Alhambra gesehen oder warst mit deinen Eltern einmal dort. Hast du dich nicht auch gefragt, was so ein ungewöhnlicher Palast inmitten von Granada zu suchen hat? Warum sind die Wände und Dächer so sonderbar dekoriert? Wahrscheinlich hast du dir gedacht, dass der Palast, die Burg oder das Schloss in deiner Stadt so ganz anders aussieht.

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Begleite uns auf unserer Zeitreise, dann wirst du verstehen, dass das alles einen Grund hat.

Zunächst muss man wissen, dass die Alhambra nicht nur eine Ansammlung von Palastgebäuden ist, sondern früher eine ganze Stadt war, die ein Sultan bauen ließ. Ein Sultan ist so etwas wie ein König. In seiner Stadt sollten er und seine Familie wohnen, aber auch die Personen, die ihm beim Regieren halfen, die Bäcker, die sein Brot buken oder die Soldaten, die ihn vor Feinden verteidigten. Also insgesamt alle, die für ihn arbeiteten.

Was denkst du, wie viele Menschen in der Alhambra lebten? Es waren ungefähr 2000, also vermutlich weit mehr, als du gedacht hättest?

Eine weitere interessante Information für dich ist die, dass zu dieser Zeit die sogenannten „andalusíes“ in Granada lebten. Dies waren Spanier, die dem Islam und nicht wie die Mehrheit der Spanier dem Christentum angehörten. Im nächsten Post wirst du mehr über ihre Herkunft, ihre Bräuche und ihre Zeit in Spanien erfahren.

Doch wir setzen erst einmal unsere Zeitreise zur Alhambra fort.

Wie ich schon gesagt habe, war die Alhambra eine Stadt, aber eben eine muslimische Stadt. Sie war folgendermaßen aufgebaut: In der Alhambra gab es ein Stadtviertel für das Militär mit dem Namen „Alcazaba“ Dort lebten die Soldaten, die über die Stadt wachten und sie bei möglichen Angriffen verteidigen konnten. Außerdem gehörten zahlreiche Palastbauten zur Stadt, von denen ein Großteil erhalten geblieben ist. Um die Bewohner zu versorgen, wurde auf einem Hügel Obst und Gemüse angebaut. Der Palast mit dem Namen “ Generalife“ wurde von den Sultanen hauptsächlich im Sommer genutzt. Das eigentliche Stadtzentrum der Alhambra hieß Medina, was auf „Stadt“ auf Arabisch heißt. Hier lebten Handwerker, Diener des Sultans, Beamte, und so weiter.

Die ganze Alhambra war von einer Mauer umgeben, die ihrem Schutz diente. Ich bin mir sicher, dass die Stadt, in der du lebst, auch eine Stadtmauer hat oder zumindest hatte. Früher war es normal, eine solche Mauer zu bauen, um sich besser gegen Angriffe von außen verteidigen zu können.

 

 

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Ein weiteres wichtiges Merkmal einer muslimischen Stadt ist die Tatsache, dass die Häuser und Paläste nur innen dekoriert sind und von außen eher karg und schmucklos erscheinen. Wenn man vor einem Haus steht, kann man die Schönheit und die Schätze nicht erahnen, die sich im Inneren finden lassen. Aber wenn man über die Türschwelle tritt, öffnet sich eine magische Welt, ein kleines Paradies.

Möchtest du mehr über diese Paläste erfahren? Dann ließ auch meinen nächsten Post! „Die Alhambra für Kinder – Entdecken und Verstehen“

Wenn du die unvergleichliche Pracht der Alhambra entdecken willst, dann lass Dich durch uns begleiten. Wir bieten Führungen für Familien an, die für dich nicht langweilig sind, sondern bei denen es viel zu entdecken gibt!

 

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