Hispanoarabische Denkmäler im Stadtteil Albaicín

Geschrieben von María José Osorio - Kategorie: Blog

Auf den Spuren des Islams in Granada

In diesem Post können Sie vier Sehenswürdigkeiten im Albaicín kennenlernen, die aus der Maurenzeit erhalten sind. Dabei handelt sich um ein kleines Stadthotel, ein Hamman, ein maurisches Wohnhaus und einen kleinen Palast aus der Zeit der Nasriden.
Sie können diese Sehenswürdigkeiten auch auf unserer Führung durch das Albaicín besichtigen und mehr über sie erfahren.

Corral del Carbón (Haus der Kohle)

Der aktuelle Name des Hauses rührt von seiner Funktion als Kohlelager in der Zeit nach der Reconquista her.
Im 14. Jahrhundert diente das Haus dagegen als kleines Stadthotel, al fonduk oder alhóndiga genannt. Es befand sich in der näheren Umgebung des alten Stadtzentrums (arab. medina) neben dem Seidenmarkt. Das „Haus der Kohle“ ist das einzige in Spanien erhaltene Beispiel dieses Architekturstils.
Besonders im Sommer bietet der Innenhof des Hauses die perfekte Kulisse für Theateraufführungen und Konzerte.

Bañuelo (arabische Bäder)

Dieses Hamman aus dem 11. Jahrhundert ist eines der am besten erhaltenen und ältesten Bäder in ganz Spanien. Es befindet sich ganz in der Nähe des Darro, gegenüber der Brücke von Cadi und kurz vor dem Paseo de los Tristes.

Unter einem Hamman versteht man ein öffentliches Dampfbad. Dieses in Granada stammt aus der Zeit der Ziriden und ist auch unter dem Namen „baño del nogal“ bekannt.
Nach der Reconquista, der Wiedereroberung des maurischen Spaniens durch die Christen, wurden fast alle arabischen Bäder der Stadt zerstört. Die Christen betrachteten solche maurischen Einrichtungen sehr skeptisch. Überraschenderweise ließen sie das eine Hamman bestehen und nutzten es als öffentliche Waschküche. Aufgrund seines Nutzens für die Bevölkerung haben wir das Glück, es heute noch besichtigen zu können.

Casa del Horno de Oro (Haus „Goldofen“)

Das Haus befindet sich in der Nähe des bekannten Paseo de los Tristes. Es steht beispielhaft für maurische Wohnhäuser des ausgehenden 15. Jahrhunderts. Es ist eines der am besten erhaltenen maurischen Wohnhäuser im Albaicín.
Die Außenfassade ist einfach gehalten, Fenster fehlen komplett. Im Inneren findet sich ein rechteckiger Innenhof mit einem Brunnen in der Mitte.
Nach der Reconquista wurde das Haus für einige Zeit als Nachbarschaftstreffpunkt verwendet. Danach wurde es geräumt und restauriert. Heute finden hier Konzerte und Ausstellungen statt.

Dar al Horra

Bei diesem Haus handelt es sich um ein Schmuckstück, dass sich in den engen Gässchen des malerischen Stadtviertels Albaicín versteckt. Der arabische Name bedeutet auf Deutsch so viel wie „Haus der ehrlichen Frau“. Das Haus diente der Königin Aixa, Mutter von Boabdil, als letzte Wohnstätte außerhalb der Alhambra. Die Architektur und die Dekoration sind typisch für die Kunst der Nasriden im 15. Jahrhundert.
Der Palast hat zwei Stockwerke und einen Turm. Seine Architektur passt sich an die Form des Innenhofes an. Vom oberen Stockwerk genießt man eine unglaubliche Aussicht auf die umliegende Landschaft

 

 

 

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