Carmen Rodriguez Acosta

Fundacion Rodriguez Acosta

Das erste Drittel des 20. Jahrhunderts war für die Entwicklung der Stadt Granadas von großer Bedeutung. Besonders betroffen waren die Architektur und Stadtplanung. Die Gebäude der damaligen Zeit stehen noch heute hier und machen das Stadtbild und dessen Charakter aus.

Zu diesen gehört die Fundación Rodriguez Acosta. Von der Ferne gehört es zum Bild der Stadt und von allen möglichen Orten aus kann man einen Blick darauf und das Hotel Palace werfen, das sich in der Nähe befindet. Man nennt das Gebäude auch „Carmen Blanco“.

Beide Bauten stellten durch ihre Modernität eine Veränderung des Stadtbildes dar, denn sowas gab es in Granada vorher nicht.  Im Falle des Hotels ist sein eklektischer Stil dem Bauunternehmer José María Rodriguez-Acosta zuzuschreiben.

Zwischen 1916 und 1930 wurde das Carmen Blanco als Wohnhaus und Studio für den Maler José María Rodriguez Acosta erbaut, Sohn einer reichen Familie aus Granada und eine Person mit viel Sensibilität und Bewusstsein für seine Bauten: Er wusste, dass er diesen großartigen Carmen nicht einfach aus Spaß oder für sich alleine baute, sondern auch Aufgrund seiner Verpflichtung, der Stadt die Modernität nahe zu bringen und seine Spuren zu hinterlassen.

Man muss wohl nicht dazu sagen, dass der Bau ohne das Vermögen seiner Familie nicht möglich gewesen wäre.

Er befindet sich gleich in der Nähe der Alhambra: Im alten jüdischen Viertel. Dass das Gebäude auf einem Abhang steht, muss den Bau zu dieser Zeit sehr erschwert haben, aber heute können wir von der Terrasse und den Gärten einen der beeindruckendsten Ausblicke genießen.

Wie am Anfang bereits erwähnt, ist der Stil absolut eklektisch und obwohl die Gebäude so nah an der Alhambra liegen, gibt es von ihrem Stil kaum etwas zu sehen, nämlich nur an einigen Gittern und Terrassen. In verschiedenen Bereichen lassen sich klassische Elemente der griechischen und römischen Architektur finden, aber auch aus der Renaissance und Art nouveau. Als Baumaterialien dienten oft andere Gebilde aus Sammlungen, die also wiederverwendet wurden, wie zum Beispiel die römische Statue aus dem Jardín de Baco. Das eigentliche Haus allerdings, genau wie seine Gärten, die ohne Zweifel einen wichtigen Teil darstellen, richten sich nach der Laune und dem guten Geschmack des Auftraggebers.

Eine Besichtigung führt durch vier verschiedene Bereiche:

  • Das Carmen-Studio. Gleich im ersten Augenblick merkt man, dass es sich um ein künstelrisches Studio handelt. Nachdem man durch die Eingangshalle geht, geht man hoch in den zweiten Stock, wo sich die große Bibliothek und eine Sammlung von künstlerischen Objekten aus allen möglichen Epochen und Orten befindet.
  • Die Gärten. Mit unglaublicher Eleganz verbinden sich hier die weißen Wände und Columnen mit Mauern, die von zugeschnittenen Zypressen verdeckt werden.

Einmal im Garten angekommen, gibt es auch hier verschiedene Teile: Das Theater, die zentrale Terrasse, den Jardín de Baco, Patio de Venus (Gang der Venus), Templo de Psiquis (Tempel der Psyche), Kryptoporkius, einem Bereich zum Entspannen und dem Paseo Funerario.

 

  • Die Katakomben. Mehrere unterirdische Gänge mit nasridischem Ursprung und nachträglichen Vergrößerungen mit römischen Einflüssen.
  • Das Museum. Ausgestellt wird eine private Sammlung von Manuel Gomez Moreno Martinez. Werke, u.a. Gemälde, von Zurbaran und Alonso Csno stehen im Vordergrund. Hinzu kommen noch Skulpturen und archäologische Funde aus verschiedenen Epochen und dekorative Kunst.

Es ist eine Besichtigung voller Überraschungen, die wir nur herzlichst empfehlen können.

Gerne würden wir Dich an diesen besonderen Ort begleiten.

 

BESUCHSZEITEN DER FUNDACIÓN RODRÍGUEZ-ACOSTA

Öffnungszeiten im Sommer (vom 1. April bis 14. Oktober): Von 10:00 Uhr bis 18:30 Uhr (Einlass alle 30 Minuten)

Öffnungszeiten im Winter (vom 15. Oktober bis 31. März): Von 10:00 Uhr bis 16:30 Uhr (Einlass alle 30 Minuten)

TICKETPREISE / Tickets Price

Allgemeinse Besichtigung (Ohne Bibliothek / Artist’s Library are not included):

11:30 – 15:30 h. (Winter): 5,00 €

11:30 – 17:30 h. (Sommer): 5,00 €

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