Museum Memoria de Andalucía: lohnt sich ein Besuch?

In Granada, besonders wenn Sie mit Kindern unterwegs sind, gibt es zwei Orte die Sie auf jeden Fall besuchen sollten: Einer ist der „Parque de las Ciencias“, ein interaktives Museum über das ich euch bereits ein einem anderen Blogbeitrag erzählt habe und das andere ist das Museum Memoria de Andalucía. Lesen Sie weiter, wir erzählen Ihnen alles darüber.

Wo ist das Museum Memoria de Andalucía?

Das Museum Memoria de Andalucía befindet sich in einem der einzigartigsten Gebäuden Granadas, was die moderne Architektur betrifft. 2009 wurde das vom Architekten Alberto Campo Baeza entworfene Gebäude eröffnet, der sich durch den Palast von Karls V in der Alhambra inspirieren ließ.

Dieser Architekt wurde auf viele Arten und Weisen beschrieben, aber die schönste und zutreffendste von allen ist: „der Meister des Lichts“. Das Museum verfügt über einen Innenhof in Form einer Ellipse mit einer ausgeklügelten Doppeltreppe.

Dieses Museum setzt gekonnt die reiche Vielfalt Andalusiens in Szene, sowohl die Landschaften als auch die Kultur sowie die Menschen, die hier leben.  Darüber hinaus bietet es nicht nur Einblicke in die Vergangenheit, sondern auch in die Gegenwart.

Was kann man im Museum Memoria de Andalucía alles sehen und machen?

Spaß haben und Neues zu entdecken sind im Museum Memoria de Andalucía an der Tagesordnung. Klein und Groß kommen hier auf ihre Kosten. Was dieses Museum besonders auszeichnet, ist die Möglichkeit alles interaktiv zu erleben: durch neue Technologien werden passive Zuschauer zu aktiven Teilnehmern.

Kurz gesagt, ein Paradies in dem Kinder viel Spaß beim Lernen haben. Selbst das Design des Gebäudes ist innovativ: die verschiedenen Räume sind alle miteinander verbunden. Daher gibt es keine festgelegte Route und Besucher können ihre Museumsbesichtigung ganz individuell nach eigenen Wünschen gestalten.

In puncto Technologie, wie bereits erwähnt, stehen den Besuchern Spitzentechnologien zur Verfügung, die es in ein wahres interaktives Museum verwandeln: beispielsweise gibt es Filmvorführungen, die nach eigenen Vorlieben angesehen werden können.

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Workshops und Ausstellungen im Museum Memoria de Andalucía

Zusätzlich zur Dauerausstellung organisiert das Museum Workshops und Sonderausstellungen für Kinder, in denen sie die Protagonisten sind.

Hätten Sie Lust auf eine familienfreundliche Führung auf der Alhambra, bei der Ihre Kinder viel Spaß haben und Neues dazu lernen und danach am Nachmittag einen Spaziergang durch das Museum Memoria de Andalucía zu machen? Wenn ja, dann schieben Sie es nicht länger auf: wir begleiten Sie gerne!

Wo ist das Museum Memoria de Andalucía?

Das Museum Memoria de Andalucía befindet sich im Kulturzentrum Caja Granada, an der Avenida de la Ciencia, 2, Granada, Spanien.

Welche Öffnungszeiten hat das Museum Memoria de Andalucía?


Die Öffnungszeiten des Museums Memoria de Andalucía sind:

  • Dienstag und Mittwoch von 09:30 bis 14:00 Uhr
  • Donnerstag und Freitag von 09:30 bis 14:00 Uhr und von 16:00 bis 19:00 Uhr
  • Samstag von 11:00 bis 19:00 Uhr
  • Sonntag und an Feiertagen von 11:00 bis 15:00 Uhr
  • August geschlossen

 

Granada, Stadt der festivals. Flamenco kommt aus dem süden

Wieder einmal können wie von Februar bis Mai die besten Flamenco-Auftritte im Rahmen des “El flamenco viene del sur”, sprich „Der Flamenco kommt aus dem Süden”, bestaunen. Die Veranstaltung wird vom Bildungs- und Kulturministerium Andalusiens organisiert und findet in Malaga, Sevilla und Granada statt, wodurch Granada zu einer der für Flamenco wichtigsten Städte Andalusiens wurde.

Diese großartige Idee wurde 1996 in Angriff genommen und umfasst alle Disziplinen des Flamenco. Seitdem haben 200.000 Zuschauer und 3.000 Künstler daran teilgenommen.

Über klassische bis avantgardistische Shows und tänzerische Ikonen sowie Newcomer war alles dabei.

Schon immer war dieser Tanz stark mit Granada verbunden.

Der Stadtteil Sacromonte ist wie ein Synonym für Flamenco, denn man hält es für einen seiner Geburtsorte.

Aber was die Stadt wohl am meisten mit dem Flamenco verbindet, ist das Zusammentreffen großer Sänger des “Cante Jondo”, ein schwermütiger Flamencogesangsstil, gewesen.

Im Jahr 1922 wurde dieser Wettbewerb, angestoßen durch den jungen Federico Garcia Lorca und Manuel de Falla, auf dem Platz “Plaza de los Aljibes” in der Alhambra zwischen vielen Intellektuellen und Künstlern dieser Zeit ausgetragen. Die Intention der beiden war, die Vielfältigkeit und den Reichtum dieser Kunst zum Ausdruck zu bringen, um sie zu würdigen und mit anderen Stilen an dieselbe Stelle zu platzieren. Diese Tat stellt auf jeden Fall einen Wendepunkt in der Geschichte des Flamenco dar.

Obwohl man auf die Anerkennung durch jeden Musikliebhaber zählen konnte, musste man bis 2010 warten, bis es von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe ernannt wurde.

Für jeden Musik- und Tanzfanatiker ist ein Besuch des “El Flamenco Viene del Sur” in der schönen Stadt Granada obligatorisch.

Wie immer raten wir dir, auf unserer Website zu stöbern und mit unseren vielfältigen Angeboten die Flamenconächte und Besuche verschiedenster Orte planen und genießen kannst.

Vorab ein kleiner Vorgeschmack auf das Programm, das auf dich wartet.

Carmen de los Martires

Der heutige Blog handelt von einem kleinen Paradies, für viele verborgen, aber gleichzeitig so magisch wie die Alhambra.

Der sieben Hektar großen Park bietet einem eine perfekte Sicht auf die Alhambra, La Vega und die Stadt Granada. Es ist ein einzigartiger Ort, der die Geschichte Granadas vereint und druch den schon Personen wie die Katholischen Könige, Muhammad XII. (Boabdil), Johannes vom Kreuz (San Juan de la Cruz), José Zorrilla y Moral, die Königin Viktoria Eugénie von Battenberg, Manuel de Falla und Federico García Lorca gegangen sind.

 

Die lange und vielfältige Geschichte dieses Ortes beginnt in einer muslimisch geprägten Epoche, als er als Gefängnis genutzt wurde. Dies wollte Königin Isabella I. von Kastilien (Isabela la Catolica) mit der Errichtung der Kapelle „Ermita de los Martires“ (Kapelle der Märtyrer) wiedergutmachen.

 

Das dort entstandene Kloster verschwand im Zuge der Säkularisierung von Kirchengütern. Damit begann die eigentliche Geschichte des Parkes, genauer gesagt im Jahr 1846, als Carlos Calderón das Gelände kaufte und ein privater romantischer Garten entstand. Die Epoche der Romantik verbreitete sich in ganz Europa und sorgte dafür, dass die Städte grüner werden sollten.

Calderón verdanken wir das Konzept des „Gartens aller Gärten“, aber seinem zweiten Besitzer verdanken wir den Respekt der Idee. Wir sprechen von Humberto Meermann.

Carlos Calderón war ein charismatischer Mensch, inspiriert von Valle Inclán. Meermann blieb nicht zurück, sondern war ein Finanzier, der in pompöse Eintichtungen investierte, Ausbeutung der Minen förderte, den Luxus, Feiern und Kontakt zu wichtigen Personen Granadas liebte.

Beide aber behielten das Konzept des vierteiligen Mosaik-Gartens bei: Der französische Barock, englische Landschaftsmalerei, elisabethanisches England und spanisch-nasridisch.

Die Wirtschaftskrise im Jahr 1929 ruinierte Meermann und das Haus fiel an Herzog von El Infantado, der es instand hielt und die Gärten bereicherte.

Nach seinem Tod bekam seine Tochter das Gelände, die es in ihrer Großzügigkeit für 12.000 Peseten an die Stadtverwaltung verkaufte, damit der Park für die Öffentlichkeit zugänglich würde.

Im Jahr 1972 rief die Verwaltung unerwartet zu einem Wettbewerb auf, um Ideen für ein luxuriöses Hotelkomplex zu sammeln. Die provozierte einen Aufstand der Bevölkerung Granadas und das Projekt wurde abgebrochen.

Als Einwohnerin Granadas gefällt es mir sehr, diese Geschichte über die Stadt zu erzählen. Denn Federico García Lorca behauptete einst, man würde in dieser Stadt trotz aller Mühen und Anstrengungen nichts erreichen, da sich die Menschen niemals zusammenschließen. Wie man aber sieht, haben sie es doch geschafft ihre Kräfte zu vereinen, um für die Nachwelt einen einzigartigen und magischen Ort zu erhalten, den wir heute noch genießen können.

Restaurant Carmen de San Miguel

Dieser Post dreht sich um einen meiner Lieblingsorte in Granada. Es geht nicht einfach darum, ein Restaurant zu empfehlen, sondern eine bestimmte Art der Küche und fast schon einen Lebensstil.

Jorge Matas, der Koch und Besitzer, legt viel Wert darauf, seine Arbeit gut und möglichst schlicht zu halten, ohne große Experimente. Der Grund für seinen Erfolg ist seine Leidenschaft fürs Kochen, immer regionale Produkte zu nutzen und der Wille, die traditionelle Küche dieser Region wiederzubeleben. Warum kann ein gutes Restaurant nicht auch gute Hülsenfrüchte servieren? Genau das wird er sich gefragt haben.

Die Reaktion auf die Frage ist, die besten Suppen und Eintöpfe der Stadt anzubieten. Nicht zu vergessen, dass es auch ausgefeilte Gerichte gibt, wie „Spanferkel kandiert mit Vanille, gebratenen Äpfeln, Pflaumen in süßem Wein und einer Soße aus weißem Honig und Zimt“. Die Mischung von Tradition und dem Neuen führt zu einem unvergesslichen Erlebnis aus dem Carmen de San Miguel.

Außerdem setzt Jorge auf lokale und ökologische Produkte und hat einen Gemüsegarten für sein Restaurant errichten können. Er selbst kümmert sich um die Pflege und Ernte. Können sich sie vorstellen, ein Gazpacho dieses großen Kochs, hergestellt aus Tomaten, die nur ein paar Meter entfernt wachsen, nicht zu mögen?

Abschließend möchte ich noch sagen, dass das Restaurant an einem beliebten Ort ist, gleich neben den Torres Bermejas, nur eine Minute vom Wald der Alhambra und 10 Minute vom Eingang dieser entfernt. Es liegt gleich über dem alten jüdischen Viertel, dem Realejo.

Für diejenigen, die Granada nicht kennen, muss ich noch erklären, dass „Carmen“ in der Region für ein altes und traditionelles Haus steht. Die Terrassen ersetzen hier die Gärten und bieten eine tolle Sicht über die Dächer der Stadt.

Vom Restaurant aus sieht es ganz genauso aus, wie auf einer Postkarte mit Blick auf die Sierra Nevada, La Vega, die Altstadt, die Kathedrale und Sierra Elvira.

Mit dieser Aussicht kann Jorge den Gästen mit dem Finger zeigen, woher seine Zutaten kommen und diesen Luxus hat man nicht an vielen Orten.

Durch meine Gespräche mit ihm habe ich von seiner unglaublichen Bescheidenheit, Leidenschaft für Granada und die Gastronomie sowie seiner Werkstatt für Reparaturen gelernt.

Lassen Sie sich die Möglichkeit diesen Ort zu genießen nicht entgehen. Wenn Sie möchten, können wir Sie auch bei unseren kulinarischen Führungen durch die Stadt dorthin begleiten. Es ist eine einzigartige Möglichkeit, den Besuch der Alhambra mit dem Tapasessen zu verbinden, bei dem wir ihnen noch alles über diese Stadt und seine wertvollen Produkte erzählen können.

Der Biodomo in Granada, ein blick in die natur

Den Leuten gefällt es, diesen Ort als einen zu bezeichnen, der jeden Besucher herzlich aufnimmt und willkommen heißt, der Parque de las Ciencias in Granada.

Sind sie mit Kindern in Granada? Dann sollten sie unbedingt dem Parque de las Ciencias (Park der Wissenschaften) mit seinem „BioDomo” einen Besuch abstatten.

Der Besuch des BioDomo dauert etwa eine Stunde und für den ganzen Park sollten sie mindestens einen halben Tag einplanen.

Der BioDomo war beim Bau des Parks von Anfang an mit eingeplant, doch konnte er aufgrund seiner Komplexität erst nach der vierten Vergrößerung des Parks, im Jahr 2016, in das Gelände integriert werden.

Auf 12.000 Kubikmetern werden 250 verschiedene Tier- und Pflanzenarten beherbergt. Man orientiert sich an drei tropischen Zonen: Madagaskar, Südostasien und dem Amazonas. Die drei Gebiete mit der größten Artenvielfalt auf unserem Planeten. Außerdem sind auch die Lebensräume Wasser, Erde und Luft ausgestellt.

Hier kann man alle möglichen spannenden Tiere und Pflanzen betrachten. Zu den exotischsten und merkwürdigsten gehört der Alligator aus China, der vom Aussterben bedroht ist und von denen die meisten in Zoos lebt, da sein natürlicher Lebensraum zerstört wird. Die wohl amüsantesten sind die Lemure, die sich im Entenmarsch und ohne Scheu durch die Besucher bewegen. Andere Arten sind: Nutrias, Faultiere, Weißschulter-Kapuzineräffchen, Scharlachsichler, Tukane, Regenbogenboa und die Rotwangen-Schmuckschildkröte.

Es handelt sich hier nicht um einen gewöhnlichen Tierpark, denn diese Tiere und Pflanzen leben in einer nachgestellten Art ihres Lebensraumes und verhalten sich auch so. Von der Art des BioDomo gibt es nur zwei weitere Parks, die sich beide in Deutschland befinden.

Der Parque de las Ciencias schätzt seit Beginn seinen Bildungswert und Popularität. Ihr Ziel ist nicht nur, uns diese Exotik näherzubringen, sondern auch, wie wichtig es ist, dass die Vielfalt und der Respekt vor der Natur erhalten bleibt und wir dafür sorgen.

Doch als sei das nicht genug, gibt es auch noch eine Art „Live-Labor”, in dem über unterschiedlichste Bereiche wie Strömungsmechanik von Flüssigkeiten, Fortpflanzung in Gefangenschaft, Ernährung und Tierschutz geforscht wird. Labore, die sich außerdem Forschern aus aller Welt zur Verfügung stellen und öffnen.

Granada, stadt der konzerte. Internationales Jazz Festival

Granada verstärkt immer weiter seinen Ruf als die “Stadt der Festivals”, Festivals aller Art: Musikfestivals, Filmfestivals, Tango, Magie. Für jedes Publikum und in jeder Preislage ist etwas dabei!

Schon immer war die Stadt stark mit der Musik verbunden. Wie man an der Vielfältigkeit der Konzerte und Festivals sieht, ist dieser Bezug glücklicherweise nie verloren gegangen. Doch ohne Zweifel gehört der Herbst dem Jazz. Schon seit 39 Jahren beginnt im November eines der angesehensten Jazzfestivals Europas, das das einzige in Spanien ist, und zum Europe Jazz Network gehört.

Für Jazzliebhaber ist die Stadt unumgänglich geworden. Wenn man von der Geschichte des Jazz in Europa spricht, redet man auch über dieses Festival, schließlich ist es eines der ältesten dieser Art.

In all seiner Zeit sind dort Musiker wie Davis, Oscar Peterson, Tete Montoliu und Dizzi Gillespi aufgetreten. Dieses Jahr konnte man die Musik Melissa Aldanas und James Carters genießen.

Es setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen: Dem zentralen Ring, mit Auftritten im Tetro Isabel la Catolica, eines der schönsten Theater Spaniens. Dem parallelen Ring, der Bühnen und Schauplätze in verschiedenen Teilen der Stadt bietet, dann “Jazz World”, mit Ethik und Fusion, Die “Transnoches“ (was so viel heißt wie, „zwischen den Nächten“), die Jazz in verschiedenen Clubs anbieten. Außerdem gibt es Zusammentreffen von Internationalen Jazzmusikern. Das solidarischste dieses Jahr war ein Konzert in einem Zelt, gesponsort durch die Onkologie des Krankenhauses Hospital Virgen de la Nieves und das didaktische Konzert für Kinder, die von Ausgrenzung betroffen sind.

Wenn Dich das nicht schon zu einem Liebhaber dieses Festivals gemacht hat, laden wir Dich in unsere Stadt ein, um nicht nur diese beeindruckenden Auftritte zu genießen, sondern auch die historischen Teile, die die Geschichte Granadas erzählen. Es gibt viele verschiedenen Ecken zu entdecken, Möglichkeiten, schöne Spaziergänge zu machen oder Granadas Gastronomie zu bestaunen.

Lassen uns Dich auf deiner Reise begleiten! Klicke hier, um all unsere Angebote zu sehen.

Cuarto Real de Santo Domingo

Ein antiker Palast aus der Nasridenzeit

Ganz in der Nähe des antiken jüdischen Viertels von Granada befindet sich ein Nasridenpalast, der während der Regierungszeit von Muhamad II. gebaut wurde. Damals stand er im Töpferviertel und wurde in die Stadtmauer integriert.

Es zeugt eindrucksvoll von der Wohnarchitektur des 13. Jahrhunderts. Außerdem stellte er den einzigen königlichen Nutzgarten innerhalb der Stadtmauern dar, denn der Palast war von Gärten und Beeten umgeben.

Es lässt sich sagen, dass er als inspirierendes Modell für die Paläste der Alhambra diente, denn diese wurden später gebaut.

Der Turm oder die Gubba des Palastes in der Nähe der Mauer ist noch gut erhalten. Im Turm befindet sich der Empfangssalon, der ebenfalls noch zu besichtigen ist und in dem sich wunderschöne Dekorationen entdecken lassen, die selbst der Alhambra würdig wären. Besonders stechen die schönen Sockel ins Auge, die mit glasierten Fliesen in blau und grün verkleidet sind.

Die Reste der nasridischen Gärten erstrecken sich unterhalb der aktuellen Gärten, die bei Umbauarbeiten im 19. Jahrhundert angelegt wurden.

Nach der Reconquista, der Eroberung Granadas durch die Christen, wurden die Katholischen Könige Inhaber des Palastes. Später gaben sie ihn an den Dominikanerorden weiter, der dort das Kloster Santa Isabel la Real gründete.

Während der französischen Invasion unter Napoleon wurde das Kloster ausgeraubt. Daraufhin folgte die Säkularisierung der Kirchengüter und der Palast ging in Privatbesitz über. Seither lebten dort verschiedene wohlhabende Familien der Stadt, die das ursprüngliche Aussehen des Palastes veränderten.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Nasridenpalast zum geschützten Kulturgut erklärt. Aufgrund der archäologischen Grabungen und der Restaurationsarbeiten wissen wir heute, wo sich die Gärten und die Bewässerungsanlage befunden haben. Im 20. Jahrhundert kaufte die Stadt Granada außerdem den Palast seinem letzten Besitzer, D. Javier Dávila Ponce de Léon, ab.

Bisher ist dieser interessante Ort noch eher unbekannt, weil er erst kürzlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Das wird sich bestimmt bald ändern, weil dort auch immer wieder Kunstausstellungen stattfinden, weshalb es sich umso mehr anbietet, den Palast im Zentrum Granadas zu besichtigen.

Wenn Sie mehr über Granada erfahren möchten, informieren Sie sich über unsere Führungen durch die Stadt, das Albaicín oder die Alhambra.

Parque de las ciencias – ein interaktives Museum

Parque de las ciencias – ein interaktives Museum

„Nicht-Berühren verboten!“

Der sogenannte „Park der Wissenschaft“ in Granada wurde 1995 eröffnet und kann somit auf eine über 20-jährige Geschichte zurückblicken.
Nach einigen Erweiterungen nimmt der Park heute ungefähr 70.000 Quadratmeter ein und ist der erste interaktive Wissenspark in Andalusien. Er ist eine Touristenattraktion der Stadt, die vor allem Familien mit Kindern anzieht.

Das Museum lädt Groß und Klein zum Nachdenken und Ausprobieren ein. Das Motto lautet „Nicht-Berühren verboten“ und unterscheidet sich somit von dem herkömmlicher Museen, wo die Besucher von den Ausstellungsobjekten fern gehalten werden, damit diese nicht beschädigt werden. Im interaktiven Museum von Granada gilt das Gegenteil, denn der Besuch soll für alle eine fühlbare Erfahrung werden. Berühren, Fühlen und Ertasten führen zu einem leichteren Lernen, das viel mehr Spaß macht.
Man kann ohne Probleme einen ganzen Tag in diesem Museum verbringen. Wer nicht so viel Zeit mitbringt, sollte mindestens 4 Stunden einplanen, um mehr über Themen wie Schwerkraft, Erdrotation oder das archimedische Prinzip lernen zu können.
Zum Park der Wissenschaft gehört ein Freilichtmuseum mit unterschiedlichen Ausstellungsflächen. Diese helfen den Besuchern, unsere Umwelt auf spielerische Weise zu verstehen. Besonders interessant sind der Aussichtsturm, die Sternwarte und für Schmetterlingsliebhaber das Schmetterlingshaus, das auch tropische Arten beherbergt. Außerdem gibt es einen Garten der Astronomie und ein Pflanzenlabyrinth.

Sehenswert sind auch die sieben Pavillons, in denen dauerhafte Ausstellungen zu finden sind. Man kann dort außerdem ein Kino, eine Bibliothek, ein digitales Planetarium und einen Hörsaal entdecken.

Für die ganz Kleinen (zwischen 3 und 7 Jahren) bietet das Museum einen eigenen Raum zum Ausprobieren. Hier können sie altersgerecht ihre Neugierde befriedigen.
Zu diesem vielfältigen Angebot kommen noch interessante temporäre Ausstellungen hinzu, zum Beispiel gab es vor kurzem eine zum Thema „Mumien“. Am 7. März 2018 eröffnet eine neue Ausstellung mit dem Titel „Roboter. Der Mensch und die Maschine“.

Montag (außer an Feiertagen und deren Vortag) geschlossen
Dienstag-Samstag (und an Vortagen eines Feiertags) 10:00 a 19:00
Sonn- und Feiertage 10:00 a 15:00

 

Adresse: Avenida de las Ciencias s/n
Telefon: 958 131 900
Homepage: www.parqueciencias.com