Cuarto Real de Santo Domingo

Ein antiker Palast aus der Nasridenzeit

Ganz in der Nähe des antiken jüdischen Viertels von Granada befindet sich ein Nasridenpalast, der während der Regierungszeit von Muhamad II. gebaut wurde. Damals stand er im Töpferviertel und wurde in die Stadtmauer integriert.

Es zeugt eindrucksvoll von der Wohnarchitektur des 13. Jahrhunderts. Außerdem stellte er den einzigen königlichen Nutzgarten innerhalb der Stadtmauern dar, denn der Palast war von Gärten und Beeten umgeben.

Es lässt sich sagen, dass er als inspirierendes Modell für die Paläste der Alhambra diente, denn diese wurden später gebaut.

Der Turm oder die Gubba des Palastes in der Nähe der Mauer ist noch gut erhalten. Im Turm befindet sich der Empfangssalon, der ebenfalls noch zu besichtigen ist und in dem sich wunderschöne Dekorationen entdecken lassen, die selbst der Alhambra würdig wären. Besonders stechen die schönen Sockel ins Auge, die mit glasierten Fliesen in blau und grün verkleidet sind.

Die Reste der nasridischen Gärten erstrecken sich unterhalb der aktuellen Gärten, die bei Umbauarbeiten im 19. Jahrhundert angelegt wurden.

Nach der Reconquista, der Eroberung Granadas durch die Christen, wurden die Katholischen Könige Inhaber des Palastes. Später gaben sie ihn an den Dominikanerorden weiter, der dort das Kloster Santa Isabel la Real gründete.

Während der französischen Invasion unter Napoleon wurde das Kloster ausgeraubt. Daraufhin folgte die Säkularisierung der Kirchengüter und der Palast ging in Privatbesitz über. Seither lebten dort verschiedene wohlhabende Familien der Stadt, die das ursprüngliche Aussehen des Palastes veränderten.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Nasridenpalast zum geschützten Kulturgut erklärt. Aufgrund der archäologischen Grabungen und der Restaurationsarbeiten wissen wir heute, wo sich die Gärten und die Bewässerungsanlage befunden haben. Im 20. Jahrhundert kaufte die Stadt Granada außerdem den Palast seinem letzten Besitzer, D. Javier Dávila Ponce de Léon, ab.

Bisher ist dieser interessante Ort noch eher unbekannt, weil er erst kürzlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Das wird sich bestimmt bald ändern, weil dort auch immer wieder Kunstausstellungen stattfinden, weshalb es sich umso mehr anbietet, den Palast im Zentrum Granadas zu besichtigen.

Wenn Sie mehr über Granada erfahren möchten, informieren Sie sich über unsere Führungen durch die Stadt, das Albaicín oder die Alhambra.

Parque de las ciencias – ein interaktives Museum

Parque de las ciencias – ein interaktives Museum

„Nicht-Berühren verboten!“

Der sogenannte „Park der Wissenschaft“ in Granada wurde 1995 eröffnet und kann somit auf eine über 20-jährige Geschichte zurückblicken.
Nach einigen Erweiterungen nimmt der Park heute ungefähr 70.000 Quadratmeter ein und ist der erste interaktive Wissenspark in Andalusien. Er ist eine Touristenattraktion der Stadt, die vor allem Familien mit Kindern anzieht.

Das Museum lädt Groß und Klein zum Nachdenken und Ausprobieren ein. Das Motto lautet „Nicht-Berühren verboten“ und unterscheidet sich somit von dem herkömmlicher Museen, wo die Besucher von den Ausstellungsobjekten fern gehalten werden, damit diese nicht beschädigt werden. Im interaktiven Museum von Granada gilt das Gegenteil, denn der Besuch soll für alle eine fühlbare Erfahrung werden. Berühren, Fühlen und Ertasten führen zu einem leichteren Lernen, das viel mehr Spaß macht.
Man kann ohne Probleme einen ganzen Tag in diesem Museum verbringen. Wer nicht so viel Zeit mitbringt, sollte mindestens 4 Stunden einplanen, um mehr über Themen wie Schwerkraft, Erdrotation oder das archimedische Prinzip lernen zu können.
Zum Park der Wissenschaft gehört ein Freilichtmuseum mit unterschiedlichen Ausstellungsflächen. Diese helfen den Besuchern, unsere Umwelt auf spielerische Weise zu verstehen. Besonders interessant sind der Aussichtsturm, die Sternwarte und für Schmetterlingsliebhaber das Schmetterlingshaus, das auch tropische Arten beherbergt. Außerdem gibt es einen Garten der Astronomie und ein Pflanzenlabyrinth.

Sehenswert sind auch die sieben Pavillons, in denen dauerhafte Ausstellungen zu finden sind. Man kann dort außerdem ein Kino, eine Bibliothek, ein digitales Planetarium und einen Hörsaal entdecken.

Für die ganz Kleinen (zwischen 3 und 7 Jahren) bietet das Museum einen eigenen Raum zum Ausprobieren. Hier können sie altersgerecht ihre Neugierde befriedigen.
Zu diesem vielfältigen Angebot kommen noch interessante temporäre Ausstellungen hinzu, zum Beispiel gab es vor kurzem eine zum Thema „Mumien“. Am 7. März 2018 eröffnet eine neue Ausstellung mit dem Titel „Roboter. Der Mensch und die Maschine“.

Montag (außer an Feiertagen und deren Vortag) geschlossen
Dienstag-Samstag (und an Vortagen eines Feiertags) 10:00 a 19:00
Sonn- und Feiertage 10:00 a 15:00

 

Adresse: Avenida de las Ciencias s/n
Telefon: 958 131 900
Homepage: www.parqueciencias.com